Montag, 26. Februar 2018

Rezension - Träume, die ich uns stehle von Lily Oliver

Cover: Knaur
Erschienen: November 2017
Ausgabe: Taschenbuch
Seiten: 400 Seiten
ISBN: 978-3-426-51897-7
Buch: 9,99 EUR
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Lara hatte einen Unfall, kann sich aber weder an den Unfall selbst noch an die Zeit davor erinnern. Deswegen befindet sie sich in Behandlung, gleichzeitig kann sie manchmal einfach nicht aufhören zu reden. Die Worte wollen aus ihr raus brechen und sie benötigt dann jemanden, der ihr zuhört. Doch selbst den geduldigsten Zuhörer vergrault Lara und in ihrer Verzweiflung findet sie Thomas. Thomas liegt im Koma und Lara beginnt, sich regelmäßig zu ihm zu schleichen und mit ihm zu sprechen. Und tatsächlich scheint Thomas auf ihre Stimme zu reagieren! 

Lara beginnt, Thomas eine ausgedachte Liebesgeschichte zwischen ihnen beiden zu erzählen und tatsächlich scheint Thomas diese zu erreichen und auch Lara muss sich irgendwann fragen: Ist das alles wirklich nur Fiktion?


Lara ist eine junge Frau, die einfach nicht aufhören kann zu reden. Die Worte stauen sich in ihr und müssen einfach raus. Sie benötigt auch immer jemanden, der ihr zuhört, einfach nur mit sich selbst sprechen, reicht ihr nicht aus. Auch ihr Therapeut hat nicht unbegrenzt Zeit und Lara gerät unter riesigen Druck, ihre Worte rauszulassen.



Das ist die Anfangssituation, die man vorfindet und die neugierig macht. Wer ist Lara? Warum kann sie sich nicht an die letzten 2 Jahre erinnern? Und woher kommt ihr Drang, dauernd zu reden? Viele Fragen, die sehr langsam beantwortet und deren Antworten Schicht für Schicht aufgedeckt werden.

Die Geschichte wird aus Laras und Thomas Sicht erzählt. Thomas befindet sich in einem tiefen Graben und sieht immer wieder verschiedene Situationen mit seinen Eltern und seiner Schwester. Es gibt glückliche Momente, aber auch viele Vorwürfe und Streit ohne das man als Leser genau erfassen kann, um was es geht. Zwischendurch blitzen immer wieder Eindrücke von Laras Erzählungen in Thomas Gedanken auf. Ich fand das wahnsinnig interessant von der Autorin gemacht und glaube, dass das auch durchaus realistisch ist so wie die Autorin es dargestellt hat. 

Der Leser lernt Thomas aber noch von "außen" durch seinen Bikerblog kennen, den Lara im Internet findet und die Autorin lässt immer wieder Ereignisse daraus in die Geschichte einfließen.

Ich fand die Geschichte sehr durchdacht, sehr überraschend und wirklich mal was komplett anderes. Und ja, es ist durchaus auch eine zarte Liebesgeschichte, die hier erzählt wird und die sich sehr rund in die Story einfügt.


Träume, die ich uns stehle, ist eine mehr als ungewöhnliche Geschichte, die mich sehr berührt und überrascht hat!




Weitere Bücher der Autorin:
Die Tage, die ich dir verspreche

Andere Rezensionen:
Kumos Buchwolke - 5 Sterne
Lieblingsleseplatz - 5 Sterne


Kommentare:

  1. Hallo liebe Desiree,
    das Buch klingt ganz nach meinem Geschmack. Ich mag gerne diese Thematik und auch der Einstieg in Geschichte finde ich spannend. Das Buch wandert direkt auf meine Wunschliste.
    herzliche Grüße
    Andrea ♥

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    1. HI Andrea,

      es ist wirklich ein außergewöhnliches Buch und wirklich schön.

      Liebe Grüße
      Desiree

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  2. Hallo liebe Desiree,

    ich habe diese Geschichte auch mit viel Freude und Interesse gelesen. Sie hat sich in eine Richtung entwickelt, die ich so niemals gedacht hätte. Es war spannend und tatsächlich total außergewöhnlich. :)

    Liebe Grüße, Toni

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    1. Hallo liebe Toni,

      ja, das fand ich auch, ich hoffe, dass sie noch einige Romane in dem Stil schreibt!

      Liebe Grüße
      Desiree

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