Freitag, 6. Oktober 2017

Rezension - Göttin der Dunkelheit von Anke Unger

Cover: Dark Diamonds
Erschienen: Juni 2017
Ausgabe: ebook
Seiten: 368 Seiten
ISBN: 978-3-646-30044-4
Buch: 3,99 EUR
Hier geht`s zur Seite von Dark Diamonds





Areshva ist Magierin und dient der friedlichen Göttin des Lichts. Als jedoch der Tempel und alle Priesterinnen angegriffen werden, kann Areshva nur knapp entkommen und benötigt unbedingt dunkle Kräfte, um sich verteidigen zu können. Sie geht notgedrungen einen Deal mit den dunklen Mächten ein, doch hat sie eine Chance zu ihrer Göttin zurückzukehren?


Die Autorin erzählt die Geschichte aus zwei Perspektiven, einmal aus der Areshvas und einmal aus Sicht des Schmieds Silvrin. Die beiden haben nichts miteinander zu tun und während der Geschichte kreuzen sich ihre Wege auch nur kurzzeitig.



Areshva ist eine impulsive Magierin, die ihre friedliche Göttin zwar liebt, aber nie so recht zu ihr gepasst hat. So kommt sie mit den dunklen Mächten, die ihr die Göttin Agga verleiht und der damit verbundenen Kampfeskraft eher zurecht, gleichzeitig hat es jedoch negative Auswirkungen auf ihren Charakter, da sie teilweise hochmütig auf andere herab sieht. Das machte sie mir als Leser nicht besonders sympathisch.

Generell hätte die Welt sehr interessant sein können, in der verschiedene Götter und ihre Anhänger um die Herrschaft kämpfen. Leider lässt uns die Autorin darüber sehr im Dunkeln. Man erfährt nichts über Hintergründe, über die Götter selbst, woher sie stammen und wie sich die ganze Welt aufbaut. Damit wurde wie ich finde viel Potenzial verschenkt, denn die Ansätze sind ja recht interessant. Man muss jedoch auch etwas Humor mitbringen, denn die allmächtige Göttin Agga erscheint grundsätzlich als Fledermaus und gibt sich oft eher zimtzickig als wirklich göttlich erhaben. So ganz hat das für mich nicht zusammen gepasst.

Silvrin wiederum begeht unter großen Liebeskummer eine Dummheit und muss sich nun als Soldat verdingen. Er hat eine leichte Gabe zu Magie und das Herz am rechten Fleck. Er versucht immer die Schwachen zu beschützen und das Richtige zu tun. Was er jedoch genau für eine Rolle im großen Ganzen spielt, wird im Band 1, welches völlig offen endet, nicht klar.


In den Grundsätzen fand ich die Geschichte interessant, aber leider wurde so gar nicht über die Hintergründe aufgeklärt und damit viel Potenzial verschenkt. Areshva ist zusätzlich ein sehr wankelmütiger und stellenweise nicht so sympathischer Charakter, was es mir zusätzlich schwer gemacht hat. 

Kommentare:

  1. Hallo liebe Desiree,

    schade, dass dich die Geschichte nicht so ganz begeistern konnte. Und es ist komisch, dass die beiden Protagonisten kaum miteinander zu tun haben. Ich hoffe für dich, dass Silvrins Rolle in Band 2 noch erklärt wird.

    Liebe Grüße,
    Ally

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hi Ally,

      inzwischen habe ich herausgefunden, dass Band 1 + 2 eigentlich zusammengehören, der Verlag sie aber getrennt hat. Das war glaube ich in dem Fall eher ungünstig.

      Liebe Grüße
      Desiree

      Löschen