Mittwoch, 16. August 2017

Rezension - Vom Suchen und Finden von Kenneth Oppel

Cover: Dressler Verlag
Erschienen: Juli 2017
Ausgabe: Hardcover
ISBN: 9783791500409
Seiten: 432 Seiten
Buch: 18,99 EUR
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Rachel Cartland hat die Liebe ihres Vaters zur Wissenschaft geerbt und möchte wie er am Liebsten Paläontologe werden, doch das ziemt sich nicht für eine junge Frau, doch Rachel setzt alles daran, ihren Traum trotzdem zu verwirklichen. Die Liebe für Ausgrabungen und Fossilien begleitet auch Samuel Bolt, der ebenfalls seinen Vater bei dessen Ausgrabungen begleitet. Beide Familienoberhäupter sind sich jedoch spinnefeind und können sich überhaupt nicht leiden. Als Rachel und Samuel sich das erste Mal begegnen, ahnen sie davon jedoch nichts.

Rachel ist eine sehr moderne, junge Frau, die nicht so ganz in ihre Zeit zu passen scheint. Statt zu heiraten und den Haushalt zu führen, liebt sie es, neue Spezies zu entdecken und ihren Vater auf Ausgrabungen zu begleiten. Rachel selbst ist ein eher nüchterner Typ, d.h. sie weiß von sich, dass sie keine klassische Schönheit ist, sie findet das aber auch gar nicht besonders schlimm.

Samuel möchte ebenfalls, wie sein Vater, Wissenschaftler werden und neue Arten erforschen. Sein Vater hatte es jedoch immer schwer, da er keine Professur hat und möchte deswegen unbedingt, dass Samuel an die Uni geht und seinen Abschluss macht. Samuels Vater selbst ist oft ziemlich aufbrausend, gerade wenn es um seine Fehde mit Rachels Vater geht, fliegen da auch schon mal die Fäuste, was ich ganz amüsant fand.

Rachel und Samuel eint ein gemeinsames Ziel und obwohl ihre erste Begegnung unter keinem guten Stern stand, sehen sie sich doch immer mal wieder und werden so etwas wie Freunde und entwickeln vorsichtig Gefühle füreinander. Dabei eint sie ein Ziel: einen ganz besonderen Saurier zu finden, die „Dark Beauty“, von dem sie aktuell nur einen riesigen Zahn haben.

Das Setting des Romans ist wirklich sehr ungewöhnlich. Es spielt vor rund 100 Jahren und man begibt sich mit Rachel und Samuel mitten durch Indianergebiete und den Wilden Westen, den man durch ihre Augen erlebt. Die Lebensbedingungen sind nicht einfach und Rachel hat es als Frau besonders schwer, da der Anstand immer gewahrt sein muss. Mir hat die Geschichte gut gefallen, denn sie war erfrischend anders!

Vom Suchen und Finden ist eine sehr interessante Geschichte über die Suche nach der Dark Beauty, aber auch über die erste Liebe, die mich richtig gut unterhalten hat.

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