Samstag, 5. August 2017

Rezension - Stadt der tanzenden Schatten von Daniel José Older

Cover. Carlsen
Erschienen: Juni 2017 
Ausgabe: Hardcover 
Seiten: 304 Seiten 
ISBN: 978-3-551-58360-4 
Buch: 16,99 EUR 
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Sierra lebt in New York und liebt es zu Zeichnen. Nun traut sie sich zum ersten Mal an ein Graffiti heran, einen großen Drachen. Doch plötzlich beginnt sie merkwürdige Dinge wahrzunehmen. Weint etwa das Wandbild? Und warum fängt ihr Großvater an, komisches Zeug zu erzählen und sich dauernd zu entschuldigen. Sierra bekommt es plötzlich mit den Shadowshapern zu tun und diese sind in großer Gefahr. Sierra und der Sprayer Robbie geraten mitten hinein in eine düstere Verfolgungsjagd...



Sierra hat es teilweise nicht leicht. Ihre dunkle Hautfarbe macht ihr manchmal zu schaffen und gerade ihre Tante lässt die schlimmsten rassistischen Sprüche los. Ihr Großvater hat einen Schlaganfall erlitten und sie vermisst ihn sehr. Doch dann verblassen plötzlich die Wandbilder in der Stadt und teilweise glaubt Sierra sogar, das sie sich bewegen. Dass das alles auch etwas mit ihr zu tun hat, findet sie ziemlich schnell heraus, als sie von einem gruseligen Typen verfolgt wird.



So beginnt die Handlung langsam und entwickelt sich stetig in eine geheimnisvolle Richtung. Dabei ist man als Leser immer auf Sierras Wissensstand, die am Anfang mal so gar nichts mit den ganzen Geschehnissen anzufangen weiß. Die Idee mit den Wandbildern fand ich interessant und diese hat der Autor auch schön ausgebaut. Sie wird im Laufe der Story immer detaillierter und je mehr Sierra herausfindet, desto mehr weiß dann auch der Leser.

Auch wenn der Autor einen flüssigen Schreibstil hat, blieb die Handlung teilweise etwas ungreifbar. Manchmal wurde es mir etwas zu fantastisch und ich habe mich gefragt, wo denn z.B. bestimmte Gestalten plötzlich herkamen (bei dreien wusste ich es auch am Ende nicht). Mich hat auch gestört, dass sich die Erwachsenen schlichtweg geweigert haben, Sierra zu helfen oder ihr etwas Hilfreiches zu erzählen. Das hat für mich nicht zusammengepasst, denn schließlich haben sie gemerkt, dass etwas Gefährliches umher streift und Sierra in ernsthafter Gefahr steckt. Die Liebesgeschichte ist übrigens nur angedeutet und findet keinen großen Platz im Geschehen.


Ich bin etwas zwiegespalten: Die Story und Idee haben mit gut gefallen, ebenso der Schreibstil, in der Umsetzung gab es dann einige Punkte, die für mich nicht ganz rund waren.

Kommentare:

  1. Huhu Desiree,
    ich habe das Buch noch auf der Wunschliste. Danke für deine ehrliche Rezension, ich persönlich mag es so richtig fantastisch, daher könnte mir das Buch gefallen :) Wir haben absolut den gleichen Lesegeschmack, ich muss öfter mal vorbei schauen :) Liebe Grüße Julia

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    1. Hi Julia,

      Dann bin ich sehr auf deine Meinung gespannt!

      Liebe Grüße
      Desiree

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  2. Huhu Desiree,

    mir hat das Buch auch nicht ganz so gut gefallen, aber aus ein paar anderen Gründen als dir :-) Die fantastischen Elemente fand ich gar nicht so schlecht.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. HI Sandra,

      ah da muss ich bei dir noch mal nachlesen, was dich nicht so überzeugt hat ;-)

      Liebe Grüße
      Desiree

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  3. Hey Desiree,

    schade, dass dich das Buch nicht vollends überzeugen konnte. Die Idee finde ich schon vielversprechend, aber ich hatte mich dann doch auch erstmal zurückgehalten und wollte ein paar Rezensionen lesen. Mal schauen, wie sich das weiter entwickeln wird.

    Liebe Grüße,
    Ruby

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    1. Hi Ruby,

      die Idee fand ich wirklich toll, aber für mich hat es etwas an der Umsetzung gehapert. Falls du das Buch liest, sehe ich ja, wie es dir gefällt ;-)

      Liebe Grüße
      Desiree

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  4. Hallo Desiree,
    ich muss sagen, dass ich mich auf dieses Buch unglaublich gefreut habe. Die Idee, dass die gemalten Bilder zum Leben erwachen, fand ich einfach total klasse.

    Das Buch war dann irgendwie total anders, als ich es mir vorgestellt habe. Aber auch nicht schlecht. Eben anders. Ich fand es sehr interessant in dieses Setting, was so ganz anders ist, als in anderen Jugendbüchern, abzutauchen. Auch fand ich es interessant, dass die "Alten" hier mal mitten im Geschehen waren.

    Was den Aspekt mit den Graffiti angeht, hatte ich mir allerdings noch etwas mehr erhofft. Die blieben m.E. etwas im Hintergrund.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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