Freitag, 14. Juli 2017

Rezension - Water Love von Marion Hübinger

Cover: Drachenmond Verlag
Erschienen: Februar 2017
Ausgabe: ebook
Seiten: 312 Seiten
ISBN: 978-3-95991-258-7
Buch: 3,99 EUR
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Der 19-Jährige Bela steht kurz vor seinem Abschluss und lebt mit seinem Großvater Lazlo zusammen, seitdem seine Eltern ums Leben gekommen sind. Doch seine Zukunft sieht eher düster aus, denn Bela ist ein Landers. Der Smog und der Klimawandel bedrohen das normale Leben auf der Erde und als Landers darf sich zwar in die Bunker flüchten, jedoch nicht auf die hochmodernen Schiffe der Waters, die ein luxuriöses Leben versprechen. Ausgerechnet Sintje, eine Waters, lässt sein Herz höher schlagen, doch dann schlägt der Katastrophenalarm los...

Der Leser wird in eine düstere, erschreckend realistische, Zukunft entführt, in der die Gesellschaft sich in Landers und Waters teilt. Die Klimakatastrophe steht kurz bevor, die ein normales Leben an der Erdoberfläche unmöglich machen wird. Bela muss als Landers an Land bleiben, während sich die Waters auf ihre hochmodernen Schiffe zurückziehen, die ihr Überleben garantieren.


Bela ist Künstler und hilft bei der Betreuung von Kindern mit Behinderung und bringt ihnen das Malen bei. Hier trifft es ihn wie ein Blitz und er lernt die Waters Sintje kennen. Doch viel Zeit zusammen ist ihnen nicht vergönnt, denn der Katastrophenalarm schlägt an.

Die Autorin beschreibt auf sehr realistische Weise die Auswirkungen der Klimakatastrophe sowohl was die Natur angeht, als auch, was es für Auswirkungen auf die Gesellschaft hat. Plünderungen und Gewalt sind an der Tagesordnung und es gilt das Recht des Stärkeren. Die Waters hingegen führen ein strenges Reglement, in dem keine Verstöße geduldet werden und stoßen dabei bei der freiheitsliebenden Sintje auf Widerstand.

Die Geschichte wird nach den ersten Kapiteln aus Sintjes und Belas Sicht erzählt, die dem Leser die Welt der Waters und Landers näher bringen. Dabei sind die Gegensätze wahnsinnig groß: auf der einen Seite viel Anarchie,aber Freiheit und der Kampf ums Überleben, auf der anderen Seite absolute Kontrolle, aber auch Luxus. Doch beide sind fest entschlossen, zum jeweils anderen zurückzukehren. 

Ein erschreckend realistischer Blick in eine düstere Zukunft, in der die Klimakatastrophe nicht mehr abzuwenden ist, bei der es aber immer wieder Hoffnungsschimmer gibt.




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