Mittwoch, 12. Juli 2017

Rezension - Stell dir vor, dass ich dich liebe von Jennifer Niven

Cover: Fischer
Erschienen: Juni 2017
Ausgabe: Paperback
ISBN: 978-3-7373-5510-0
Seiten: 464 Seiten
Buch: 14,99 EUR
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Jack ist sehr beliebt und in der Schule und gehört zur coolen, angesagten Clique. Was jedoch niemand weiß, noch nicht mal seine Familie: Er ist gesichtsblind, d.h. er erkennt niemanden anhand eines Gesichtes, für ihn sieht jeder Mensch aus wie der andere.
Libby hingegen hat ein Gewichtsproblem. Seitdem sie als einer der dicksten Teenager überhaupt aus ihrem Haus von der Feuerwehr befreit werden musste, hat sie zweifelhafte Berühmtheit erlangt. Das ist inzwischen einige Jahre her und Libby hat einiges abgenommen. Doch gertenschlank ist sie immer noch nicht. Libby ist jedoch die Einzige, die Jack zu durchschauen scheint...


Jack hat zwei Brüder und ist in der Schule ziemlich beliebt. Er hat eine On- und Off-Beziehung mit einem der hübschesten Mädchen der Schule, doch niemand ahnt, wie es wirklich in Jack aussieht. In Wahrheit ist er nämlich sehr unsicher, denn er erkennt durch seine Gesichtsblindheit gar nicht, wer vor ihm steht. Anhand von Frisuren, Gesten und Kleidung versucht er so gut wie möglich Menschen möglichst schnell zuzuordnen, was oft mehr schlecht als recht gelingt. Er hat jedoch auch große Bedenken, dass er auf die "Looser"-Seite abrutscht, wenn er über seine Probleme und Einschränkungen spricht. So wirkt er jedoch manchmal ziemlich oberflächlich und arrogant.



Libby wiederum war mir von Anfang an sympathisch. Für sie war die Befreiung aus ihrem Haus ein Weckruf, sich mit den Gründen für ihre Zunahme auseinander zu setzen und entsprechend auch abzunehmen. Sie hat Respekt vor dem ersten Schultag, nachdem sie lange zu Hause unterrichtet wurde, ist aber auch fest entschlossen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Ich fand es auch toll, wie hartnäckig sie ihren Traum verfolgt, trotz ein paar Kilos mehr, ins Tanzteam aufgenommen zu werden.

Ich persönlich kannte die Krankheit Gesichtsblindheit nicht und fand die Ausführungen und Erklärungen, welche die Autorin geschickt in die Handlung einfügt, sehr interessant. Auch welche Folgen das für die Betroffenen hat, macht sie sehr deutlich. Eine zweite Ebene sind die Familien der Beiden, die auch eine wichtige Rolle spielen. Hier geht es um Untreue, aber auch um Scham und ich fand generell, dass die Autorin die Gefühlswelt aller Beteiligten sehr gut beschrieben und rüber gebracht hat.

Das Buch hat mich sehr überrascht und zwar im positiven Sinne und es gehört auf jeden Fall zu einem meiner Lesehighlights!

Ein wirklich ungewöhnliches Buch und zwar in mehr als einer Hinsicht. Unbedingt lesen!



Kommentare:

  1. Huhu Desiree,

    eine tolle Rezi ♥ Das Buch landet direkt mal auf meiner Wuli :)

    Liebe Grüße

    Sunny

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  2. Hallöchen Desiree,

    vielen Dank für diese schöne Rezension ♥
    Ich habe schon so viel Gutes über die Autorin gehört. Leider habe ich von ihr noch nichts gelesen, aber ein Buch liegt bereits auf dem SuB :)

    Liebe Grüße
    Charleen

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  3. Hallo Desiree

    Schon wieder eine begeisterte Meinung von dem Buch. Und schon wieder eine Besprechung, die ich komplett gelesen habe. Das mache ich normalerweise nicht. Da mir Nivens Vorgänger-Buch nicht so gefallen hat, mache ich bei "Stell dir vor, dass ich dich liebe" eine Ausnahme.

    Liebe Grüße,
    Gisela

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  4. Hallo ;)

    mir hat das Buch auch echt gut gefallen. Nur die Gesichtsblindheit kam mir etwas zu kurz. Ich kannte die Krankheit schon und es war spannend mal einen Protagonisten damit kennen zu lernen. Aber für mich hätte es noch vieeeeel mehr sein können!

    Liebe Grüße
    Meiky

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