Samstag, 8. Juli 2017

Rezension - Auf immer gejagt von Erin Summerill

Cover: carlsen

Erschienen: Mai 2017
Ausgabe: Hardcover
Seiten: 416 Seiten
ISBN: 978-3-551-58353-6
Buch: 19,99 EUR 

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Tessa ist komplett auf sich alleine gestellt, nachdem ihr Vater, der Kopfgeldjäger des Königs, getötet wurde. Nun muss Tessa versuchen sich alleine durchzuschlagen und das ist als Frau und Geächtete gar nicht so einfach. Denn Tessa wird nur geduldet, weil ihre Mutter Magie beherrschte, was in Malam strengstens verboten ist. Schließlich wird Tessa vor eine folgenschwere Wahl gestellt: Entweder sie findet ihren Jugendfreund Cohen, der des Mordes an ihrem Vater beschuldigt wird oder ihr Leben ist verwirkt...

Tessa ist ein sehr einsamer Mensch. Sie hat es wahrlich nicht einfach; schon immer wird sie wie eine Ausgestoßene behandelt, weil ihre Mutter aus eine Land stammt, in dem Magie gewirkt wird und Begabte dort sogar hoch angesehen werden. Nun trauert Tessa um ihren Vater und auch ihr Jugendfreund Cohen, der Lehrling ihres Vaters, ist spurlos verschwunden.

Das Setting des Romans ist mittelalterlich, d.h. wir haben zwei verfeindete Königreiche und jeweils einen König, der das Land regiert. Zudem hat man als Frau alleine so gut wie verloren, denn die Männer sind für die Unterkunft und den Lebenserhalt zuständig. Aberglaube ist weit verbreitet und macht auch Tessa das Leben schwer.

Ihr eröffnet sich jedoch eine Chance, ihr Leben und ihren Besitz zu retten: Als begabte Fährtenleserin soll sie Cohen aufspüren, der ihren Vater getötet haben soll. Dabei befindet sie sich im absoluten Zwiespalt: Ihr Bauchgefühl, auf das sie sich immer verlassen konnte, sagt ihr, dass Cohen der Mörder sein muss. Doch ihr Herz, welches Cohen schon ein Leben lang kennt, sagt ihr etwas anderes. Dieser Konflikt begleitet Tessa länger, je näher sie Cohens Spur kommt.

Der Roman ist sehr spannend, denn die Jagd nach dem Mörder von Tessas Vater ist von vielen Wendungen geprägt. Auch eine kleine Liebesgeschichte hat die Autorin integriert, der jedoch einige Hindernisse im Weg stehen. Die Auflösung hat mich überrascht und das Ende lässt Raum für eine Fortsetzung, auch wenn es in sich abgeschlossen ist.

Der Schreibstil ist dem eines Jugendbuchs angemessen, nicht zu komplex und sehr flüssig zu lesen. Die Kapitelüberschriften haben immer leichte Veredlungen, was mir wirklich gut gefallen hat.

Ein sehr spannender Fantasyroman, der vor allem mit seinem interessanten Setting punktet.
  

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